MONGOLEI
Urlaub in der Mongolei und Reisetouren online buchen
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Geographie
Die Mongolei liegt in nördlichen Zentralasien zwischen Russland und China und hat eine Fläche von 1,564 Mio. qkm. Sie hat eine Grenzlänge von 7660 km, davon nehmen 4670 km die Grenze zum südlichen Nachbar China ein, die restlichen ca. 3000 km entfallen auf die Grenze zu Russland. Im Westen wird das Staatsgebiet durch das Altaigebirge, im Osten durch den Gebirgszug des Großen Khingan begrenzt. Die durchschnittliche Höhenlänge beträgt ungefähr 1500 m über dem Meeresspiegel und der höchste Punkt des Landes ist der Berg Tavan Bogd im Altai Gebirge, im Westen des Landes mit 4374 m und der tiefste Punkt liegt 553 m über dem Meeresspiegel. Die vier großen Gebirge des Landes sind Altai, Sayan, Khangai und Khentii. Das Landesinnere wird größtenteils von der Wüste Gobi, der zweitgrößten Wüste der Welt nach der Sahara, eingenommen. Die mongolische Wüste ist eins der reichsten Dinosaurierfundorte neben dem Kalifornischen Tal in den USA. Die Mongolei hat 21 Provinzen, und lässt sich in sechs topographische Zonen einteilen: Altai, Seenplatte, Hangai-Chentii-Bergkomplex, das mongolische Hochplateau, die Wüstensteppe und die Wüste Gobi.
Klima
Da die Mongolei sich auf einem Hochland befindet, herrscht hier ein extremes und trockenes Kontinentalklima. Das äußert sich durch andauernde, trockene Winter sowie kurze Sommer mit ebenfalls wenigen Niederschlägen. Mit einem Jahresniederschlag von 250 mm gehört die Mongolei zu den ariden Gebieten der Erde. Die Niederschläge nehmen von Norden nach Süden kontinuierlich ab. In die kurze Sommerzeit von vier Monaten fällt die Vegetationsperiode. Die mittleren Temperaturen betragen in der Hauptstadt Ulaanbaatar -26'C, im Sommer liegen sie bei rund 24'C. Die großen Temperaturschwankungen führen teilweise zu heftigen Gewittern und Frühlingsstürmen.
Flora und Fauna
Die Mongolei hat eine diverse Flora und Fauna, die eine Mischung der biologischen Spezies der nördlichen Taiga in Sibirien, der Steppe und der Wüste der Zentralasien darstellt. Die meisten davon sind einzigartig und weitgehend unbekannt auf den anderen Erdteilen. Die Kombination von verschiedenen Landschaften, unberührten Gegenden, seltenen Pflanzen und Wildtierarten ziehen grosses internationales Interesse. 11,5% der Landfläche wurde zum Schutzgebiet, das ein unvergessliches Erlebnis ursprünglicher Landschaften mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt ermöglichen, erklärt. Neben einer sehr interessanten und abwechslungsreichen Flora sind Schneeleoparden, Bären und Wölfe zu finden. Außerdem, ist das Land reich an mineralischen Rohstoffen: Steinkohle, Kupfer, Molybden, Uran, Gold, Eisenerz, Phosphat, Zinn, Wolfram, Flußspat und Rohöl.
Bevölkerung
Mit rund 2,75 Mio. Einwohnern ist die Mongolei äußerst dünn besiedelt, 1,7 Einwohner pro qkm, davon 1,0 Mio. allein lebt in Ulaanbaatar. 96% der Einwohner sind die Mongolen. Insgesamt etwa 4 Mio. Mongolen leben in der Inneren Mongolei, Xinjang, Buriatien, Tuva, Kalmykien und in Afganistan. Die Amtsprache ist Khalkh- Mongolisch, das von mehr als 86% der Bevölkerung gesprochen wird. Daneben existiert eine Reihe von Dialekten, die von ethnischen Minderheiten wie Buriaden, Bayad, Dariganga, Tsakchin, Durvud, Kasakh und Uult gesprochen werden. Die Mongolen sind eine eigene zentralasiatische Völkerschaft. Ihre Sprachen und Dialekte gehören zu der ural-altaischen Sprachgruppe. Im Sozialismus wurde das Bevölkerungswachstum staatlich gefördert und erreichte in den 80er Jahren einen Wert von über 3% pro Jahr. Nach der Wende verschwanden für die Einwohner die sozialen und ökonomischen Anreize zur Bildung von Großfamilien.
Schrift
Mongolisch wird heute hauptsächlich in kyrillischer Schrift geschrieben. Die alte Schrift übernahmen die Mongolen im 13. Jahrhundert von den Uiguren, die erst 1941 durch die Einführung des kyrillischen Alphabets durch die Sowjets abgelöst wurde. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der Mongolei besinnt man sich zusehends wieder auf die uigurische Schreibweise. Die traditionelle mongolische Schrift wurde während der kommunistischen Herrschaft durch die kyrillische ersetzt. Das alte mongolische Alphabet hat 26 Zeichen, die senkrecht geschrieben werden. Nach Ende der kommunistischen Vorherrschaft wurde offiziell ihre Wiedereinführung beschlossen, diese hat in der Praxis jedoch schon aus ökonomischen Gründen kaum Chancen, verwirklicht zu werden.
Religion
Zwei Mekmale kennzeichnen die mongolische Kultur: das Nomadentum und der tibethische Buddhismus als eine der wichtigsten Religion der Mongolei. Die ursprüngliche Glaubensform der zentralasiatischen Steppenbewohner war der Tengrismus, eine Form des Schamanismus. Besonders auf dem Land spielen viele Elemente dieses Glaubens im Alltag auch heute noch eine große Rolle. Der Buddhismus ist die traditionelle Religion der Mongolen. Wie der Buddhismus im Allgemeinen strebt auch der tibetanische Buddhismus nach individueller Erlösung vom Leiden und nach Reinkarnation. Der Buddhismus wurde in den Jahren der mandschurischen Vorherrschaft zum religiösen Kern mongolischer Identität und hat die soziokulturellen Grundlagen des mongolischen Lebens wesentlich bestimmt. Nach der demokratischen Wende erfährt er seit Beginn der neunziger Jahre eine Wiederbelebung und Erneuerung.
Politisches System
Die Mongolei hat eine parlamentarische Verfassung mit einem Mehrparteiensystem und Gewaltentrennung zwischen Legistrative, Exekutive und Judikative. Die Legistrative setzt sich aus der Regierung und dem Parlament zusammen. Das Parlament Großer Ihk Khural besteht aus 76 Abgeordneten. Jeder der 76 Abgeordneten vertritt einen Wahlkreis und wird von diesem für jeweils vier Jahre gewählt. Der Präsident wird als Staatsoberhaupt, der zugleich Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, für vier Jahre vom Volk gewählt. Der Verfassungsgerichtshof ist demgegenüber für Verfassungsbeschwerden zuständig. Die Judikative ist von Exekutive und Legislative unabhängig. Der oberste Gerichtsrat ernennt alle Richter und schützt ihre Rechte. Die zwei wichtigen Parteien sind die regierende Revolutionäre Volkspartei und die Demokratische Partei.
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