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SEHENSWERTES

Ulaanbaatar, die Haupstadt der Mongolei, liegt im Norden des Landes in einer Höhe von 1351 m über dem Meeresspiegel und wird von vier Bergen umringt. Ulaanbaatar ist eine moderne Stadt mit 1,0 Mio. Einwohner und umfasst eine Fläche von 135.800 ha.  Es ist nicht nur der Sitz der Regierung und praktisch aller Verwaltungseinrichtungen und Behörden, sondern auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des ganzen Landes.
Erstmals 1639 wurde die Hauptstadt  mit dem Namen Urga gegründet und demnächst wechselte sie mehrmals ihren Namen. Erst seit 1924 trägt sie den Namen Ulaanbaatar. Aus Ulaanbaatar lassen sich Reisen zu alle möglichen anderen Punkten des Landes organisieren. Wer sich für die Geschichte des Landes interessiert, findet in der Hauptstadt viele Anhaltspunkte und Anlaufmöglichkeiten.

Bogd Khaan Museum

Die Konstruktion des Museums begann 1889 und endete 1906. Der Palast setzt sich aus 10 buddhistischen Tempels und einem zweistöckigen Holzhaus zusammen. Über 20 Jahre lebte hier der Bogd Khaan mit seiner Ehefrau Dondogdulam. Das Museum bietet guten Einblick in die Welt des mongolischen Buddhismus. Bogd Khaan war der Titel des mongolischen Staatsoberhauptes zwischen 1911 und 1924. Der Bogd Khaan vereinte in seiner Person das Amt des staatlichen und religiösen Führers. Seit 1926 dient der Palast als Museum.

Nationalmuseum der mongolischen Geschichte

Das Museum wurde 1924 errichtet und besteht aus 7 Abteilungen, wo über 46.000 Exponate aus der Zeit der ersten Einwanderer in die asiatische Steppe ausgestellt sind.

Museum für Natur und Geschichte

Das Museum wurde 1956 gegründet und bestand aus nur einer Abteilung, in der  Exponate aus der Geographie, Flora und Fauna ausgestellt waren. 1992 wurde das Museum ins Museum für Natur und Geschichte umbenannt und besteht gegenwärtig aus 40 Abteilungen.  Die historische Abteilung gibt einen guten Eindruck in die Nomadenkultur und mittelalterliche Geschichte der Mongolei. Bemerkenswert sind das Modell einer Jurte von Chinggis Khaan, farbenprächtige Nationaltrachten der mongolischen Stämme und eine komplett eingerichtete Jurte. Die Jurte ist kein Zelt, auch wenn sie sich daraus entwickelt hat, sie stellt eigene Architektur dar. Der Begriff «Jurte» wird von den Mongolen selbst nicht gebraucht. Holzscherengitter und Dachstaugen werden zu einer konischen Konstruktion verbunden, mit Filzmatten eingeschalt und im Süden mit einer Holztür versehen. Die Jurte erwuchs aus den praktischen Bedürfnissen des Nomadentums. In der paläologischen Abteilung ist ein ganzer Saal von Saurierskeletten und Sauriereier zu betrachten.

Choijin Lama Klostermuseum

Das Klostermuseum wurde zwischen 1904 und 1908 für Choijin Lama Luvsankhaidav, dem Träger des Staatsorakels und jungen Bruder des Bogd Gegeen VIII,  errichtet. Das Museum ist eins der schönsten Klosters in der Mongolei. Hier sind buddistische Ritualgebräuche, Kunstwerke, Originalseidenikonen und Tsam Tanzmasken ausgestellt. Nicht zu übersehen sind die an der Decke des Haupttempeleingangs dargestellten buddhistische Höllenquallen. Bemerkenswert ist eine Demonstration buddhistischer Tanzmasken, darunter eine mit 7.000 Korallenstücken besetzte Maske des wilden Gottes Jamsran.  

Megjid Janraisag Tempel

Nördlich des Gandan Klosters befindet sich der 42 m hohe Tempel im mongolisch-tibetischen Stil, der eine 26,5  m hohe Statue der Göttin Megjid Janraisag, beherbergt.

Zanabazar Museum für Feinkunst

Das Museum trägt den Namen des pre-eminenten religiösen Führers und Künstlers des XVII Jahrhunderts. Die Höhepunkte des Museums schließen die von Zanabazar geschaffenen vier Buddhas, aus Silber, Gold und Perle verzierte Mandala Buddha und das berühmte Bild  des Malers Sharav "Ein Tag der Mongolei" ein.

Museum der Stadt Ulaanbaatar

Die Geschichte der Stadt Ulaanbaatar seit ihrer Gründung in 1639 bis zur Gegenwart ist in Photos, Bilder und Wandteppichen illustriert. Blickfänger sind auf dem Elefantenstoßzahn geschnitztes Panorama der Stadt Ulaanbaatar und der vom Künstler D. Natsagdorj  gedruckte Holzblock.

Museum des Mongolischen Militärs

Das Museum ist in zwei Sektionen geteilt. Im östlichen Flügel ist die Geschichte des mongolischen Militärs von Steinzeit bis zur Manjurischen Okkupation dargestellt. Der westliche Flügel präsentiert die post-unabhängige militärische Geschichte von 1921 bis zur Gegenwart. Hier sind über 2.000 Exponate, wie Flaggen, Uniformen, Waffen, Geschütz aus 1372, ausgebreitet. Das Bild der Hyagt Schlacht von 18. März 1921 ist nicht zu übersehen.

Museum für Opfer der politischen Repression

Das Museum wurde 1996 für über 25.000 Mongolen, die während der  kommunistischen Säuberungsaktion in den 30er Jahren ums Leben kamen, errichtet.  Das zweistöckige Holshaus gehörte dem  Ex-Premierminister Genden, der ebenfalls zum Opfer der Säuberungsaktion fiel. Die persönlichen Habseligkeiten, Aufzeichnungen, Posters und eine Nachbildung einer Gefängniszelle gibt einen Blick ins tragische Kapitel der mongolischen Geschichte.

Wichtige Sehenswürdigkeiten der Mongolei liegen außerhalb der Stadt.
Auf alle Fälle ein lohnenswerter Ausflug ist der Besuch des Naturschutzgebietes
Terelj, das etwa 70 km von Ulaanbaatar entfernt liegt. Hiermit wird die Möglichkeit, die ersten Eindrücke von der Mongolei zu bekommen, gegeben. Auf dem Weg zum Terelj ist der Schildkröten-Felsen nicht zu übersehen.   
Weitere Ausflugsziele sind die Ruine des 1758 erbauten Klostes Mandshir (51 km von Ulaanbaatar). Vom Kloster haben nur noch die Grundmauern aus Lehm und die Fundamente überlebt. Neben den Ruinen kann man das Klostermuseum besuchen.
Sehenswert sind die Ausgrabungsstätte der auf Erlaß Chinggis Khaans gegründeten Stadt Kharakhorum am Orkhon Flussufer. Später 1586 wurde aus den Trümmern der Hauptstadt das Kloster Erdeneuu errichtet. Es ist das älteste buddhistische Kloster der Mongolen, heute ein Museum der buddhistischen Kunst.

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Das Naadam Fest

Das bekannteste nationale Erreignis in der Mongolei ist das alljährliche Naadam Fest, das vom 11. bis zum 13. Juli stattfindet. Unter dem Wort "Naadam"  ist " die drei männlichen Spiele" zu verstehen. Das Naadam ist von religiöser Herkunft, wurde vom Altertum geerbt. Den wichtigsten Teil des Festes nehmen die Wettkämpfe in drei Sportdisziplinen ein: Ringkampf, Bogenschießen und Pferderennen. Seit altersher werden die schnellsten Reiter, die härtesten Ringer und die geschicktesten Bogenschützen ermittelt.

Ringkampf

Der Ringkampf ist die einzige der drei Sportdisziplinen, welche bis heute weitgehend den Männern vorbehalten ist. Überall im Land messen die jungen Männer bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Kräfte gegeneinander.
Die Kämpfe laufen nach dem K.O.-System ab, wodurch die Zahl der Ringer mit jeder Runde halbiert wird. Die Regeln sind denkbar einfach: verloren hat jeweils der, der mit einem anderen Körperteil als mit seinen Schuhsohlen die Erde berührt. Das Ringen steht unter keiner zeitlichen Begrenzung und keiner Gewichtsklassifizierung. Der Verlierer eines Kampfes bückt sich traditionell unter dem ausgestreckten Arm des Siegers hindurch. Der Sieger darf den Adlertanz ausführen, bei dem er mit ausgestreckten Armen hüpfend das Turnierbanner umkreist.

Bogenschießen

Das mongolische Bogenschießen ist einzigartig, da die Bogenschützen auf in einer Entfernung von 120 m von ihnen auf dem Boden stehende Lederbecher in der Größe von Blechdosen zielen.

Pferderennen

Es finden, je nach den Altersklassen der Pferde, verschiedene Rennen statt. Das Hauptrennen, führt über die beachtliche Distanz von 35 km. Daran nehmen nur Hengste, keine Stuten oder Wallache teil.  Die Reiter sind Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Oftmals wird kein Sattel benutzt.

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Tsagaan sar 

Ein weiteres großes Fest ist das buddhistische Neujahr Tsagaan Sar (Weißer Mond). Es wird normalerweise Anfang Februar gefeiert. Der Termin wird jedes Jahr offiziell bekannt gegeben, da der Termin um einige Tage schwanken kann und fällt meistens mit dem chinesischen Neujahrsfest zusammen. Das Fest dauert 3 Tage. An diesen Tagen besuchen die Verwandten deren ehrenvolle Herrschaften und fragen nach deren Wohlstand. Es werden solche Spezialitäten, wie geschmorter Scharfsrücken, Sohlengebäck, verschiedene Käsearten und Milchprodukte auf der Festtafel ausgebreitet. Den Gästen werden gedämpfte Maultaschen mit Krautsalat oder Kartoffelsalat, und gegorener Stutenmilch serviert.

 

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