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DIE GESCHICHTE

Die Hunnen

Im 3. Jh. v. Chr. wurde die Mongolei von den Völkern, wie Hunnen, Kirgisen, Uiguren und Turkvölker, aus denen sich das Volk der Mongolen bildete, besiedelt. Zumeist waren die Mongolen Hirtennomaden, die sich in großen Familienclans organisierten. Existenzgrundlage dieser Nomaden war die Schaf-, Ziegen-, Rinder- und Pferdezucht. Aber auch Handel, insbesondere mit den Chinesen, trug zur täglichen Bedarfsdeckung bei. Die Hunnen, deren großes Reich sich damals in Zentralasien zwischen dem Chinesischen Meer und dem Baikal-See erstreckte, eroberten Teile Chinas und drangen unter König Attila (434-453) bis nach Rhein vor. Aus diesem Volk entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die Mongolei. Vor der Bedrohung der Hunnen schützten sich die Chinesen mit dem Bau der berühmten Chinesischen Mauer.

Die Epoche Chinggis Khaans

Im 12. Jahrhundert war die Mongolei von mehreren mongolischen Stämmen besiedelt.  Im Jahr 1162 wurde der Chinggis Khaan geboren, der 1206 an der Quelle des Onon Flusses den so genannten Ikh Khuraldai einberief. Dort wurde er von den allen wichtigsten Stammesfürsten zum Chinggis Khaan, dem Großkhaan aller mongolischen Stämme, ernannt und mit dem Titel ausgezeichnet. So  gelang er die Einigung der unter sich verfeindeten und zersplitterten mongolischen Fürstentümer und damit die Gründung des mongolischen Staates. Nach dieser Vereinigung wurde er zum Großkhaan aller Mongolen gewählt. 1220 bestimmte Chinggis Khan den Ort der späteren Stadt am Ufer des Orkhon Flusses. Durch die Festsetzung seiner Residenz gerade an dieser Stelle stellte er sich bewusst in die Tradition seiner Vorgänger. Zur Festigung seiner Macht entwickelte sich Karakhorum später zur ersten Hauptstadt des mongolischen Reiches und wurde auch unter seinem Nachfolger mit einer Befestigungsanlage versehen. Für die Mongolen ist Kharakhorum noch heute das historische Zentrum der Mongolei. Nach Rückzug 1371 zerstörten die Chinesen die Stadt vollständig. Die Stadt war im 13. Jahrhundert eine der bedeutendsten Städte der Erde. In der Stadt wohnten Menschen aus dem gesamten Herrschaftsbereich der Mongolen, wie mohammedanische Händler, zentralasiatische Gelehrte, christliche Mönche, chinesische Handwerker, mongolische Soldaten, Höflinge und sogar Kriegsgefangene und Handwerker aus Europa. Es wurde reger Handel mit Kaufleuten aus aller Welt betrieben. In der Hauptstadt liefen alle Informationen über die politische, militärische und wirtschaftliche Lage zusammen. Beim Tod Chinggis Khaans im Jahre 1227 hatte das mongolische Reich bereits eine Ausdehnung vom Pazifik bis zum Kaspischen Meer, in dem der Handel ein noch nie dawesenes Mass erreichte, was heutige Geschichtsschreiber veranlasst, ihn den ersten Globalplayer zu nennen.

Yuan-Dynastie und Quing -Dynastie

Unter Ugudei Khan, dem Sohn Chinggis Khans, entwickelte sich Karakhorum zur ersten Hauptstadt des Mongolenreiches. Er baute die Residenz zu einer Stadt aus, ab 1235 zusätzlich mit einer Befestigungsanlage ausgestattet. Unter Kubilai Khaan, seinem Sohn, zwischen 1260 und 1294 hat das Reich nicht nur flächenmäßig das größte Landreich in der Geschichte erreicht, sondern auch Kunst und Wissenschaften erfuhren eine Blütezeit. Das Reich Kubilai Khaans erstreckte sich vom Baikalsee bis an den Golf von Tongkin und vom Japanischen Meer bis Mitteleuropa. Der Beginn des Verfalls des großen Mongolischen Reiches begann schon im Jahre 1248. Chinggis Khaans Enkel Khubilai Khaan wurde 1260 zum Khan gewählt und machte 1267 Peking zur Hauptstadt. Er beseitigte die Song- Herrschaft  und gründete die Yuan- Dynastie (1271-1368) in China und übertrug buddhistischen Mönchen die Verwaltung von  Tibet. Khubilai Khaan regierte das größte zusammenhängende Staatsgebilde der bisherigen Weltgeschichte. Die Handelsstrassen wurden wieder sicher, der Handel blühte. 
Khubilai Khan starb 1294. Nach den Bauernaufständen 1335 und den Aufständen unter Chu Yuan wird die Yuan Dynastie 1370 gestürzt. Die Khalka nominierten am 28. September 1911 den buddhistischen Lama Javzandamba unter dem Titel Bogd Gegeen als neues Staatsoberhaupt. Er sollte mit einer kurzen Unterbrechung bis zu seinem Tod 1924 das nominelle Staatsoberhaupt bleiben.

Die Epoche des Staatssozialismus

Die Mongolen riefen nach dem Untergang der chinesischen Mandschu- Dynastie die Unabhängigkeit 1911 aus. Aber erst 1921 sollte das Land unabhängig werden. Am 26. November 1924 wurde die "Mongolische Volksrepublik" gegründet und die Verfassung der Mongolei verabschiedet. Es begann die langwierige Bildung der modernen Mongolei, die Beseitigung des Feudalismus und der jahrhunderlangen Rückständigkeit.
Anhänger der Komintern "Linke" kamen 1928 an die Macht. Da die Sowjetunion sich 1927 mit der Chinesischen Goumingdang-Regierung verfeindete, beschleunigte sie ihre Gründungsarbeit einer kommunistischen Gesellschaft in der Mongolei. Führende Politiiker des Landes gehorchten Moskau kaum und versuchten selbständig ihre Politik durchzuführen. Deswegen ergriff die Sowjetunion gezielte Maßnahmen um sie zu ersetzen und organisierte ein Staatsreich während der 7. Parteisitzung der Mongolischen Volksrevolutionären Partei. So kamen Schüler von der Kommunistischen Universität für Arbeit und junge Leute aus dem Ausland an die Macht.
Vermögensbeschlagnahme  von wohlhabenden und mittelständischen Bürgern. 1930 durften die Bürger kein privates Eigentum besitzen und laut der Anweisung der Komintern fing man an, Vermögensgegenstände von den Hirten, ihr Vieh gewaltsam zu konfiszieren. Nach der Beschlagnahme ihrer Vermögen blieb den Klöstern nichts am Ende. Die jenigen, die ihre Vermögen versteckten und dagegen Widerstand leisteten, wurden verhaftet und eingesperrt. Da die Mongolische Revolutionäre Volkspartei der Meinung war, dass die Beschlagnahme nicht ausreichend war, wurde die zweite Beschlagnahme-Kampagne durchgeführt und davon waren auch die Mittel-und Unterschicht zum Teil betroffen. Beschlagnahmeaktionen, Zwangskollektivierung, Erniedrigung des Glaubens, Diskriminierung bestimmter Teile der Gesellschaft und Massenverhaftung führten im Sommer 1932 zu Volksaufständen gegen die Staats-und Parteipolitik. Die wachsenden Unruhen verbreiteten sich fast in allen Gegenden der Mongolei. Die Machthabenden setzten gegen die Aufständer Militär mit Panzern und Flugzeugen. Darüber hinaus verbreitete sich eine Fluchtwelle aus der Heimat und etwa 30.000 Bewohner der Grenzregionen flohen ins Ausland.
Die Kommunisten, die die Lehre von einer Gesellschaft ohne Klassen und Religion anstrebten, nahmen das Leben von beinahe 38.000 Menschen innerhalb von 2 Jahren und zerstörten ca. 6.000 Klöster und Kultureinrichtungen und verbrannten Millionen von den religiösen Schriften und wertvollen Kulturschätzen von 1937-1939. Während dieser Zeit wurden fast 20% der erwachsenen Männer ermordet. In diesem Massaker spielte Moskau die Hauptrolle.
Durch das Abkommen vom Yalta wurde der jetzige Status quo der Mongolei bestätigt. Im Oktober 1945 wurde die Volksabstimmung aufgerufen. Aus diesem Anlass wurde die Mongolei am 06.01.1946 durch China und am 27.02.1946 durch Sowjetunion anerkannt.

Die politische Wende ab 1990

1989 stand das kommunistische System am Rande des Zusammenbruchs. In China kam es zu der Bewegung am Tian'anmen-Platz und osteuropäische Länder wählten die Demokratie und Freiheit. Am 10.12.1989 bildete sich die Mongolische Demokratische Union und damit setzte sie die ganze Gesellschaft in Bewegung. Kurz danach wurden die Parteien, Mongolische Demokratische Partei, Mongolische Sozialdemokratische Partei und Mongolische Nationale Fortschrittspartei gegründet. Sie forderten die Veränderung der Gesellschaftsordnung und traten in den Hungerstreik auf dem Sukhbaatar- Platz. Am 09.03.1990 kündigte das Politbüro der kommunistischen Einheitspartei seinen Rücktritt an. Im Sommer fanden erstmals freie Wahlen in der Mongolei statt und es wurde ein ständiges provisorisches Parlament gegründet. Die Mongolei wurde dadurch ein freies demokratisches Land und somit kam der Übergang zur offenen Gesellschaft und Markwirtschaft.

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